Wattbewerb

„Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.“     Thomas Alva Edison, amerikanischer Erfinder, 1931

Zwar führt Führt schon den Titel der „Solarstadt“, doch auch hier ist das Potential noch bei weitem nicht ausgeschöpft! Lediglich 3,8% des Fürther Stroms kommt derzeit aus Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet. Umso mehr freuen wir uns, dass auch Fürth nun, neben vielen anderen Städten, am Wattbewerb teilnimmt. 

 

Was ist der Wattbewerb?

Wattbewerb fordert Kommunen heraus, die regionale Energiewende durch den beschleunigten Ausbau von Photovoltaik voranzutreiben. Dabei können alle nur gewinnen: Stadtklima, Bürger*innen und die lokale Wirtschaft. Start war der 21. Februar, ein späterer Einstieg ist jedoch möglich. Es gibt zwei Kategorien: Städte bis 100.000 Einwohner und Großstädte. Das Spiel endet, sobald die erste Großstadt ihre installierte PVLeistung verdoppelt und dabei mindestens 0,2 kWp /EW erreicht hat. In beiden Kategorien gewinnt jeweils die Stadt, die im Wettbewerbszeitraum am meisten kWp-Solar-Leistung pro Einwohner zugebaut hat. Alle Anlagen zählen: Dachanlagen, überbaute Parkplätze, Balkonmodule, Freiflächenanlagen etc. 

 

Welche Ausgangslage haben wir in Fürth?

Die derzeit installierte Leistung in Fürth beträgt ca. 30 GWh (Quelle: Marktstammdatenregister). Das Potenzial im Stadtgebiet liegt bei 88 GWh (Quelle). 

 

Welche Angebote gibt es bereits?

  • Ein Solarpotentialkataster – eine Karte, die für jedes Gebäude der Stadt Auskunft darüber gibt, wie geeignet es für die Installation einer PV-Anlage wäre – ist derzeit in Arbeit. Der Landkreis Fürth ist hier schon weiter und verfügt bereits über ein Solarpotentialkataster.
  • Energieberatung durch die Infra
  • Mieterstrom (infra) / contracting – Das Mieterstrom-Konzept ermöglicht es Bewohner*innen eines Mehrfamilienhauses, egal ob Eigentümer oder Mieter, auf ihrem gemeinsamen Dach eine Solarstrom-Anlage (oder auch ein stromproduzierendes Blockheizkraft im Keller) zu betreiben und sich damit gemeinschaftlich zu versorgen.
  • Kostenlose Solarberatung (bluepingu)
  • Workshop: Solar für den kleinen Geldbeutel (Families for Future)
  • Solarpotenzialkataster: Auf der interaktiven Karte kann das eigene Haus gesucht und daraufhin überprüft werden, wie geeignet die Lage für eine Solaranlage oder eine Dachbegrünung ist.

Was könnte die Stadt noch tun?

  • Solaroptimierte Bauleitplanung und Solar-/PV-Pflicht
  • Solarenergienutzung für Gewerbe, Vermieter und Ein-Wohneinheiten-Hausbesitzer*innen in der Stadtzeitung bewerben
  • Motivation des Gewerbes mit großen Dachflächen
  • „Brief vom Bürgermeister“ an Bewohner:innen bestimmter Ortsteile mit hohem Anteil an 1-2 Wohneinheits-Gebäuden und auch an Firmen (evtl. auch mit/durch IHK)
  • Kostenloser „Eignungscheck Solar“ (Berater von Verbraucherzentrale) und Tipps für weitere Energiesparmaßnahmen (Ausweitung auf Gebäudecheck) für Hausbesitzer*innen
  • Vorstellen von Good-Practice-Beispielen in Fürth (Broschüre „Fürth setzt auf Nachhaltigkeit“)
  • Mehrmonatige Beschäftigung von HiWis zur Kontaktherstellung zu Bürger:innen und Firmen
  • Solar auf jedes Schuldach – evtl. Beteiligung von Solarbürgerstiftung/Energiegenossenschaft, falls die Finanzierung ein Problem darstellt.
  • Solarpotenzialkataster als Erstinformation, Ergänzung durch einen hauptberuflichen Solarberater bei der Stadt bzw. Kooperation mit einer Energieagentur oder Verbraucherzentrale