BNE Nbg/Fü/Er

Die Umweltbildungsbeauftragten der Städte Fürth und Erlangen, die Energie- und Umweltstation Nürnberg und Families for Future Fürth laden mit freundlicher Unterstützung des Zentrums für Lehrkräftebildung der FAU zum Trainers Training Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen ein. Die nächste Online-Veranstaltung findet am 18.10.22 von 16.00 bis 18.30 Uhr in einem Zoom-Meetingraum statt.

 

Ziel der Veranstaltungen ist es, die Expertise zahlreicher Akteure zusammenzubringen und sich gegenseitig zu stärken. Daher sind der Austausch und die Diskussion über die Erfahrungen im BNE-Bereich das Herzstück der Treffen.

Das Thema im Oktober lautet „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung mit Bildung erreichen! Anregende Beispiele und grundsätzliche Überlegungen“.

 

Das Trainers Training ist für alle, die an BNE interessiert sind, gedacht! Insbesondere für Personen, die im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung in Nürnberg, Fürth und Erlangen (und nähere Umgebung) aktiv sind. Die Arbeit kann sich dabei auf Hochschullehre, Unterricht an Schulen oder auch im außerschulischen Bereich in Blick auf jede Zielgruppe beziehen.

 

Wenn Sie Interesse an einer Mitwirkung oder Teilnahme haben, dann melden Sie sich bitte bei info@families4future.net

Programmerläuterungen

 

  1. BNE kann die bunte SDG-Welt zum Blühen bringen

Kerstin Seeger – wirKSam verändern:

Welche Kompetenzen brauchen wir in unserer sich verändernden Welt? Das Rahmenwerk der SDGs zeigt sehr umfangreich und vielschichtig das WAS auf. Die SDGs dienen als inhaltlicher, strategischer und auch kritischer Bezugsrahmen. Das wichtige WIE (Kern- und Gestaltungskompetenzen) kann im Rahmen von BNE beleuchtet und befördert werden.  

Der Impuls setzt den Fokus auf die Fragen des Wie und thematisiert kompetenzorientiertes Lehren und Lernen als Empowerment für gesellschaftliche Transformationsprozesse der Nachhaltigen Entwicklung.

 

  1. SDGs Online-Plattform, Unterrichtseinheit und eine Sache für die Politik!

Gisela Voltz und Dorcas Parsalaw – Mission eine Welt

Mit der Online-Aktion „17 Wochen – 17 Ziele“ versuchte Mission EineWelt in der ersten Jahreshälfte 2022, die SDGs in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, best practice-Beispiele vorzustellen und bei der Politik nachzuhaken, die ja eigentlich für die Umsetzung verantwortlich ist. Die weiterhin gut für die Bildungsarbeit nutzbare Plattform sowie Bausteine für den Unterricht werden vorgestellt.

 

  1. SDGs in der Elementarbildung

Carmen Günnewig – Landesbund für Vogelschutz

Die SDGs sind mittlerweile auch im Kita-Alltag zu finden – denn auch dort gibt es viele Anknüpfungspunkte, die auf den ersten Blick erst einmal nicht so offensichtlich sind. An verschiedenen Beispielen aus dem Projekt ÖkoKids wird aufgezeigt, wie man die 17 Ziele schon mit den Allerkleinsten umsetzen kann.

 

  1. Die SDGs und BNE. Kritische Anmerkungen zu einer hilfreichen Orientierung

Dr. Katrin Valentin – Zentrum für Lehrkräftebildung der FAU

Wie kann es uns als Gesellschaft gelingen, Orientierungen zu finden, die zu einer grundlegenden Veränderung der Gesellschaft führen? Reproduzieren wir als „ältere“ Generation womöglich laufend das, was wir eigentlich zu überwinden hoffen? Die Ziele für nachhaltige Entwicklung stehen in der Kritik, dass sie z.B. durch ihre weitere Unterstützung des Wirtschaftswachstums im Kern das stärken, was der Grund für ihre Formulierung ist. Auch ihre Komplexität und Vielbezüglichkeit wird bemängelt. Wie können wir mit dieser Kritik umgehen und gibt es Alternativen zu den SDGs?

 

  1. Der Lernort Zukunftsacker und die SDGs

Janina Baumbauer – Stadt Erlangen, BNE-Beauftragte

Der außerschulische Lernort Zukunftsacker ist ein neues Bildungsprojekt in Erlangen für Schulklassen und die Stadtgesellschaft. Neben der Kompetenzförderung leistet das Reallabor einen Beitrag zu einzelnen SDGs, indem ökologischer Gemüsebau konkret erlebt und an Stationen und in Workshops mit Themen wie gesunder Ernährung, Klimaschutz und Biodiversität verknüpft wird. Die Ansprache der SDGs erfolgt hierbei weniger über den Kopf als mehr über Emotionen und gemeinsames Handeln.

 

  1. SDGs to go

Daniela Fabricius, Lilia Bunnemann – Umweltstation Jugendfarm Erlangen

Die 17 SDGs bilden die wichtigsten Zukunftsthemen für die Weltgemeinschaft ab. Die Umweltstation Jugendfarm Erlangen macht es sich mit dem Jahresthema „Zukunfts.Ziele“ zur Aufgabe, die Nachhaltigkeitsziele einer breiten Bevölkerung in der Metropolregion Erlangen/Nürnberg bekannt zu machen und durch Aktionen, digitale Formate und außerschulische Bildungsangebote Handlungsmöglichkeiten für die Bewahrung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen aufzuzeigen. Durch die Information über die SDGs und deren Umsetzung bereits im direkten Umfeld leisten alle Teilnehmenden einen wertvollen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft und können durch ihr Tun zum Nachdenken und Umdenken auch weiterer Bevölkerungskreise beitragen.

 

  1. Enkeltauglich Leben das Spiel, das meine Welt verändert!

Thomas Mönius – Spielleiter „Enkeltauglich Leben“
Ziel ist, Bewusstsein zu schaffen für ein Leben, das sich an den SDGs orientiert und die planetaren Grenzen der Erde respektiert. In einer Gruppe Gleichgesinnter klappt das und macht Spaß! An den Spielabenden wird jeweils bis zum nächsten Mal überlegt, was man im eigenen Leben ändern will. Zugleich erfährt man, wie es den anderen ergeht. Es geht um die Auseinandersetzung mit den Werten Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und demokratische Mitbestimmung als Grundlage für ein enkeltaugliches Leben. Bei jeder Aufgabe wird besprochen, welche SDGs damit gefördert werden. Man bekommt viele Anregungen und Tipps, wie die SDGs ganz praktisch umgesetzt werden können.

 

  1. Meine Identität oder deine Kategorie?

Dr. Klaus Geiselhart – Institut für Geographie der FAU

Im Bereich der Identitäten gibt es viel Tumult. Was bin ich? Wer sagt mir, was ich bin? Oder sollte die Frage besser lauten: Wie bin ich? Der Beitrag zeigt, wie man mit Studierenden über gängige Überzeugungen reflektieren kann, um im Sinne sozialer Nachhaltigkeit zu gelebter Diversität zu gelangen.

 

  1. Mit 50 Bildimpulsen zu den SDGs

Katharina Fittkau – Weltladen Erlangen

Nach wie vor sind die Nachhaltigkeitsziele einem großen Teil der Bevölkerung nicht geläufig. Für viele sind die Texte zu abstrakt, und es findet kein Bezug zur eigenen Realität statt. Ein spielerisches Kennenlernen mit gleichzeitiger Visualisierung durch Bildkarten erleichtert den Zugang zu den Inhalten der Ziele und ermöglicht eine Verknüpfung mit der eigenen Lebenswelt. Die Bilder, die globale Missstände, aber auch bereits realisierte Zukunftslösungen darstellen, bleiben im Kopf und helfen, selbst Ideen zum persönlichen Beitrag für eine Verbesserung der Zukunft zu finden. 

 

  1. Die gesellschaftliche Bedeutung der SDGs spielerisch erfahren

Antonia Schorer – Institut für Lern-Innovation der FAU

Serious Games sind ein vielversprechendes Instrument, um jungen Menschen die Themen der Zukunft näher zu bringen und sie in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken. Um in diesem Kontext ein positives Lernerlebnis zu ermöglichen, wurden für den Sekundarschulbereich das NEMESIS Game und für den Hochschulkontext das BUFSIE Game entwickelt: Diese Spiele bringen den Lernenden als Bürger*in in eine fiktive Spielstadt, um dort das Wohlbefinden und Glück der Bevölkerung durch die Nutzung der eigenen „sozialen Innovationskraft“ zu steigern. Neben Beispielen, Informationen und den wichtigsten Akteur*innen zu Sozialen Innovationen steht hierbei der gesellschaftliche Handlungsbedarf gemäß den Zielen für nachhaltige Entwicklung im Zentrum.

 

  1. Das allmächtige Werkzeug: Sprache

María José Pérez Chillón – Sprachenzentrum der FAU

Die interdisziplinäre Vernetzung vom menschlichen Denken ist der Grundstein unseres Wissens. Alles hängt von den erlebten Erfahrungen, der Eigenart oder der Absicht eines*r Jeden ab, am Ende jedoch wird all dies mithilfe einer Sprache umgesetzt.

Die Wirkung der Sprache, in die wir eintauchen, wenn wir eine Sprache lernen, wird in diesem Beitrag unter die Lupe genommen; außerdem wie sie auch unsere Denkweise beeinflusst. Zielrichtungen von nachhaltiger Entwicklung lassen sich an ihr vertiefend bearbeiten: Phonologie mit Ökologie, Morphologie mit Ethik & Gerechtigkeit, Syntax mit Umwelt, Wortschatz mit Gleichberechtigung, Geschichte mit Gedichten, Sprachkunst mit Rap. Letztendlich ermöglicht Sprache Demokratie. 

 

 

 

Rückschau – drittes Training

Das dritte Trainers Training BNE mit dem Schwerpunktthema „Wie komme ich aus meiner Bubble?“ fand am 7.2.22. von 16.00 bis 18.30 Uhr in einem Zoom-Meetingraum statt. Diesmal richteten wir uns auf die positiven Motivationen zu BNE und erhielten Einblicke in verschiedene Wege, andere Zielgruppen zu erreichen. Unter anderem wurden Erfahrungen zu inklusiver Bildung für nachhaltiger Entwicklung und verstecktem Straßentheater geteilt. Ausführlich wurde auch das Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit behandelt.

 

Rückschau – Rückschau zweites Training

Das zweite Trainers Training BNE mit dem Schwerpunktthema „Wie aktiviere ich Menschen zu politischem Handeln?“ fand am 28.09. von 16.00 bis 18.30 Uhr in einem Zoom-Meetingraum statt.

 

Rückschau – erstes Training

Das erste Trainers Training am 14.4.21 ist sehr erfolgreich verlaufen: Über 60 Personen, die alle im Handlungsfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung tätig sind, haben sich getroffen und sich zu vielen verschiedenen Themen ausgetauscht und gegenseitig informiert.

Die Palette an weiteren Inhalten war sehr breit: Man konnte sich zum Beispiel darüber austauschen, wie die eigene Arbeit mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung verbunden ist, erhielt Einblick in die Arbeit mit MigrantInnen im Bereich BNE oder bekam den virtuellen Lernort „Weltladen“ und das erfolgreiche Projekt „Beach Cleaner“ vorgestellt. Die APP iNaturalist wurde ebenso vorgestellt, wie Strategien bei der Kooperation im Bereich BNE oder Theorien zur Pluralen Ökonomie. Insgesamt waren 12 Einrichtungen und Initiativen bei der Gestaltung der kurzen Workshops beteiligt.