Klimaschutzkonzept

Da für Fürth kein Klimaschutzkonzept vorliegt, haben wir als zivilgesellschaftlicher Beitrag Impulse zusammengetragen. Wissenschaflter/-innen werden nicht müde, auf die Dringlichkeit der Probleme hinzuweisen. Die anstehenden Entscheidungs- und Diskussionsprozesse müssen von allen mitgestaltet werden und können nicht erst in der Verantwortung von noch einzustellenden Klimaschutzmanager/-innen liegen.

Hier finden Sie eine ausführliche Version: Bausteine für ein Klimaschutzkonzept für die Stadt Fürth!

 

 

 

Und hier finden Sie eine stichpunktartige Zusammenfassung der wichtigsten Handlungsnotwendigkeiten aus unserer Perspektive!

 

 

 

Ihre Kommune hat noch kein Klimaschutzkonzept?

Do-it-Yourself-Klimaschutzkonzept für meine Kommune!

Natürlich kann es nicht Aufgabe von Initiativen sein, ein professionelles integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Aber wir können durch ein bisschen Recherchen sehr wohl einen wertvollen Beitrag leisten, der die Zuständigen antreibt! (hier Anleitung als pdf-File downloaden)

Schritt 1: Dokumente einholen.

Setzen Sie sich mit anderen zusammen und beginnen Sie mit der Recherche: Welche offiziellen Papiere liegen in meiner Kommune bereits vor? Z. B. Nahverkehrsplan, Energienutzungsplan, öffentliche Bekanntmachungen, Beschlüsse vom Umweltausschuss. Tipp: Man muss nicht ALLES wissen und verstehen, um sich eine Meinung zu bilden.

Schritt 2: Klimaschutzkonzepte anderer Städte sichten.

Es geht darum, die eigene Kommune darauf aufmerksam zu machen, zu welchen Sachverhalten sie sich positionieren muss. Es geht nicht darum, dass Sie für alles konkrete Lösungen anbieten. Diese Städte haben beispielsweise Klimaschutzkonzepte erstellt: Freiburg, Düsseldorf, Darmstadt, Esslingen am Neckar Tipp: Zitieren Sie! Und wieder gilt: Gewinnen Sie einen Eindruck, Sie müssen nicht alles lesen und nachvollziehen.

Schritt 3: Positionen entwickeln.

Setzen Sie sich wieder zusammen und entwickeln Sie eine Argumentationsstrategie: Was sind die wichtigsten Punkte für unsere Kommune? Welche Daten benötige ich für meine Argumente? Wie will ich das Papier grob strukturieren? Tipp: Bleiben Sie offen für verschiedene Lösungswege. Sinnvoll ist eine kleine Gruppe von Redakteuren (2-3 Leuten) und eine größere Gruppe, die bei Recherchen unterstützt und mitdiskutiert.

Schritt 4: Gespräche mit wichtigen Akteuren.

Rufen Sie einfach an: Zum Beispiel das kommunale Baureferat, die Leitung des Umweltamtes, umweltpolitische Sprecher von Parteien, Jugendbeauftragte, den örtlichen Verkehrsclub, BUND Naturschutz, Fridays for Future, Migrantenverbände, vielleicht auch ein Treffen mit dem Bürgermeister/ der Bürgermeisterin. Stellen Sie Hintergrundfragen und loten Sie aus, was bereits gemacht wird. Auf diese Weise entwickeln Sie auch ein Gefühl dafür, was in ihrer Kommune politisch am ehesten möglich ist. Tipp: Schon diese Gespräche sensibilisieren die kommunalen Akteure für wichtige Aspekte des Klimaschutzes und sind ein wichtiger Beitrag für den städtischen Diskurs!

Schritt 5: Niederschrift.

Schreiben Sie das Wichtigste auf. Tipp: Je weniger Sie Ihre frustrierten Emotionen darin verewigen, umso mehr Personen werden Sie mit Ihren Vorschlägen erreichen. Klarheit und konstruktives Vorgehen sind sehr sinnvoll bei Dokumenten, mit denen Sie argumentieren wollen. Ihren gerechten Zorn können Sie bei Demonstrationen rauslassen 😉

Schritt 6: Veröffentlichen.

Stellen Sie Ihren Beitrag für ein Klimaschutzkonzept online und senden Sie es an alle Akteure in ihrer Kommune: An die Stadträte, an Initiativen, an Behördenleitungen, an runde Tische, Vereine und Initiativen. Und natürlich an die Presse. Initiieren Sie Treffen: Ein Forumgespräch mit Politiker/-innen oder Themenabende an runden Tischen usw. Tipp: Vielleicht ist auch eine Variante ihres Papiers in leichter Sprache sinnvoll?