Bundesweiter Klimastreik

01.03.24 // 16:00 // Dreiherrenbrunnen (Schwabacher Straße)

Dass das Pariser Klimaabkommen bisher leider nur auf dem Papier existiert,, zeigten die vergangenen 12 Monate, die so warm waren, dass zum ersten Mal die 1,5 Grad-Marke als global überschritten gelten muss. Und immer noch verlaufen sich Lösungsansätze im viel zu klein Gedachten.

Eine wichtige Zielsetzung des Pariser Klimaabkommens haben wir damit wohl schon jetzt verpasst – und das ohne Aufschrei, ohne die angemessene Empörung.

Unter den Szenarien, auf die wir damit – hier in Europa – zusteuern, gehört nicht nur der Verlust zahlreicher Küstenstädte, sondern auch ein Temperatursturz (also ein Kälter-Werden) von bis zu 30 Grad als Folge eines Zusammenbruchs der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung (AMOC). Dieser würde innerhalb von nur 10-20 Jahren das Klima so drastisch verändern, dass es laut Studien keine realistischen Anpassungsmaßnahmen mehr gäbe.

Weg vom Aufschieben, Aufweichen, Absagen, Rausreden und gegeneinander Ausspielen!

Wir brauchen JETZT gerechten Klimaschutz. Wir müssen JETZT handeln, um Krisen nachhaltig entgegenzuwirken.

Am ersten März demonstrierten wir gemeinsam für Klimaschutz, für eine allen zugängliche klimafreundliche Mobilität, für Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft.

Vertreter:innen der jungen Generationen themtisierten ihre Sichtweise auf die Entwicklungen: Darunter ein Vertreter der Fridays for Future Fürth, Benjamin Fink, ein Schülersprecher der Berufsoberschule Max-Grundig, und Nele, eine engagierte Schülerin der Klima-AG des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aus Oberasbach, die die Teilnehmenden mit einem emotional mitreißenden Lied begeisterte.

Lorenz Hartung von Ver.di Fürth wird darauf eingehen, weshalb Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit und gegen die Klimakrise zusammen gedacht werden müssen.

Johanna vom ADFC stellte die Radvolution vor, die Forderungen für eine zukunftorientierte Verkehrspolitik beinhaltet, denn Straßenraum heißt in Deutschland vor allem Autoraum. Dabei muss für eine Verkehrswende das Fahrrad ins Zentrum der Verkehrspolitik rücken und wir brauchen mehr Platz, mehr Sicherheit für uns und unsere Kinder im öffentlichen Raum.

Bea Graef-Sondershaus von den Families for Future führte uns die großen Visionen für eine Klimawende vor Augen, die nötig sind, um der Krise angemessen zu begegnen, denn es geht hier nicht um die Anzahl der aufgestellten Insektenhotels, sondern um Kehrtwenden! Sie forderte, die Absurditäten, die uns in die aktuelle Lage gebracht haben, zu beenden: Darunter die systematische Ausbreitung von Armut während sich der Reichtum bei einigen wenigen immer weiter anhäuft und Klimaschutz somit als zusätzliche, untragbare Belastung erscheinen lässt. Sie wies darauf hin: Die Mittel wären (mehr als) da, wir müssten sie nur – wie auch in der Verfassung vorgesehen – entsprechend einsetzen, denn: Eigentum verpflichtet (GG Art 14).

Mit dabei waren außerdem die Ortsgruppe des VCD und musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wieder vom wunderbaren Joschko, der sogar dann problemlos abliefert, wenn das Mikro ausfällt 🙂

#WirFahrenZusammen